Das letzte Update war vor 26. Juli 2025 von Benedikt Schächner




Informationen
Portainer, eines der bekanntesten Tools zur Verwaltung von Container-Umgebungen, hat sich einem umfassenden Rebranding unterzogen. In einem Blogbeitrag vom 24. Juli erklärt CEO Neil Cresswell, warum dieser Schritt notwendig war – und warum er weit mehr ist als nur ein neues Logo.
Vom Docker-Frontend zum Multi-Plattform-Tool
Als Portainer 2016 erstmals veröffentlicht wurde, stand die Welt der Container ganz im Zeichen von Docker. Das ursprüngliche Design, der Markenauftritt und die Sprache richteten sich entsprechend an Einsteiger*innen und kleine Dev-Teams. Doch mittlerweile ist aus Portainer ein vielseitiges Tool geworden, das tief in Kubernetes, Edge-Deployments und komplexe Enterprise-Setups integriert ist.
Die Marke hingegen hatte den Wandel nicht mitgemacht. Viele Nutzer verbanden Portainer weiterhin mit einem simplen GUI für Docker-Neulinge – ein Eindruck, der dem heutigen Funktionsumfang nicht mehr gerecht wird.
Weniger ist mehr: Das neue Design
Mit dem Rebranding verabschiedet sich Portainer von überholten visuellen Assoziationen. Stattdessen setzt das neue Design auf:
- Schlichtheit und Klarheit
- Moderne UI ohne Ballast
- Fokus auf Funktionalität statt Buzzwords
„Wir haben uns nicht neu erfunden“, schreibt Cresswell, „wir korrigieren eine falsche Wahrnehmung.“ Die neue Marke soll zeigen, wie Portainer wirklich ist: intuitiv, robust und effizient – gebaut für Teams, die lieber arbeiten als konfigurieren.
Mehr als nur Kosmetik
Interessant ist dabei, dass das Rebranding nicht aus Marketingmotiven geschah, sondern aus einem echten Bedürfnis nach Authentizität. Es soll das widerspiegeln, was Portainer heute technisch und kulturell ist. Weg vom „GUI-Spielzeug“, hin zu einem zuverlässigen Werkzeugkasten für Profis – ohne Schnickschnack, ohne Hype.
Der offizielle Blog-Beitrag ist hier nochmal verlinkt.
Installation
Das neue Rebranding gibt es aktuell nur in einer Short-Term-Supprt (STS)-Version zur Installation. Diese Versionen werden nicht unbedingt für den produktiven Einsatz empfohlen, da diese Versionen meistens neue Features enthalten, bei denen noch Fehler auftreten können. Natürlich werden die neuen Funktionen in einer späteren Long-Term-Support-Version (LTS) implementiert.
Um dennoch den neuen Look schonmal zu testen, könnt ihr Portainer mit folgenden Befehlen installieren:
sudo docker run -d -p 8008:8000 -p 9009:9000 -p 9443:9443 --name=portainer --restart=always -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock -v portainer_data:/data portainer/portainer-ce:sts
Wichtig ist hierbei am Ende der Codezeile die Version „sts“, die für „Short-Term-Support“ steht. Wenn die Installation dann erfolgreich war, könnt ihr das neue Portainer GUI unter eurere https://IP-Adresse:9443 testen:


Viel Spaß beim Installieren und Ausprobieren!


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